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Die Grundlage unseres Glaubens und VertrauensDAS KREUZ von C.H. Spurgeon Ein Grund für unser Vertrauen auf Christus ist, dass er tatsächlich das Werk unserer Erlösung vollendet hat. Mit Freude lesen wir die vier Evangelien und erkennen die überreiche Schönheit seines einzigartigen Charakters. Was die Unschuld betrifft, ist er fleckenlos wie eine Lilie; den Eifer: er ist rot wie eine Rose. Es gab keinen Fehler in unserem Geliebten. Er ist ein Lamm ohne Fehl, ohne Fleck. Beide Gesetzestafeln erfüllte er und stellte sich Gott um unseretwillen in vollkommener Gerechtigkeit dar. Wenn uns der Herr diese Gerechtigkeit in Christus zeigt und wir erkennen, dass sie zu unseren Gunsten verbucht wird, fühlen wir uns gesegnet wie einer, dem der Herr Gerechtigkeit ohne Werk zuerkennt, und wir sind über die Maßen froh. Wir sehen auch, wie unser Herr die andere Seite seines Werks ausführt, nämlich das Leiden infolge unserer Sünde. Wir müssen ihn in den Garten Gethsemane begleiten. Dort fleht uns jeder Blutstropfen an, Jesus zu vertrauen. Dort fleht uns sein Seufzen und Schreien und seine Qualen an, ihm zu vertrauen. Ihn als Sohn des Höchsten anzusehen, erkennen wir als überwältigendes Argument für den Glauben, denn wer kann die Verdienste des Werks bezweifeln, das damit beginnt, dass der heilige Sohn in Gethsemane ausgestreckt lag, voller Trauer, ja, bis zum Tod. Dann sehen wir ihn wieder, wie er von seinen Fängern festgehalten und eilig zum Hohenpriester, zu Herodes und zu Pilatus gebracht wird. Wie sie ihn mit Verachtung überschütten! Wie die Henker ihn geißeln! Wie die Erbärmlichen ihn verhöhnen! Seine größte Schande, seine schlimmste Verlassenheit, seine bittersten Leiden, seine Todesqualen, sie alle sprechen zu uns: "Kannst du ihm nicht vertrauen?" Dann kommt die Todesszene. Mit Tränen in den Augen stehen wir am Kreuz und sehen, wie diese gesegneten Hände und Füße an den Stamm genagelt werden, damit er für uns zum Fluch werde. Kann danach der Unglaube noch bleiben? Bevor sein Herz von der Speerspitze geöffnet wird, sehen wir, wie jeder Teil seines Körpers und seiner Seele blutet, denn er ist voller Qualen. Von seinen Leiden wagen wir nicht zu sprechen, denn sie haben eine Tiefe, die niemand je ausloten könnte. O du Sohn Gottes, wo wäre es schlimmerer Verrat, deine Erlösungsmacht anzuzweifeln, als dort, wo wir dich am Kreuz sehen? Am blutigen Stamm triumphiertest du über unseren Unglauben. Jetzt führst du unsere Gefangenschaft gefangen, und wir beugen uns vor dir, vollkommen sicher, dass du mächtig bist zu retten. Es drängt uns zu rufen: "Ich muss glauben! Die Nägel haben meinen Unglauben ans Kreuz geschlagen. Der Speer durchbohrte meinen Zweifel."
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