Rettung aus dem 81. Stockwerks des World Trade Center, Turm 2
Ein Zeugnis von Gottes rettender Hand inmitten der Tragödie
Englischsprachiges Original
(von Dan van Veen, Quelle: AOG-eMail, Newsletter, #601, Freitag, 14.09.2001,
Übersetzung: Manuel Uphoff, Diedorf)
Dienstag, der 11.September 2001 begann wie ein ganz normaler Tag für
Stanley
Praimnath aus Elmont,Long Island, Diakon der Bethel Assembly of God
Gemeinde- und Sonntagschulleiter. Er stand früh auf, duschte, betete
und
ging
zur Arbeit. Die Fahrt verlief ohne Zwischenfälle. Die Zugfahrt war
wie
immer. Dennoch würde er an diesem Tag die Hand Gottes sein Leben
verschonen
sehen.
"Aus irgendeinem Grund gab ich dem Herrn ein bisschen mehr von mir
[während
des Betens]", sagte Stanley. "Ich sagte: 'Herr, schütze
mich und alle,
die ich liebe, unter deinem kostbaren Blut.' Und obwohl ich das sagte
und es
glaubte, sagte ich es immer wieder und wieder und wieder."
Als Stanley am zweiten World Trade Center Turm ankam, nahm er den Fahrstuhl
zu seinem Büro im 81. Stock. "Ich arbeite für Fuji Bank
Limited", sagte
er. "Ich bin ein Hilfsvizepräsident in der Kreditabteilung.
Die Firma hatte
ihre Büros vom 79. bis zum 82. Stock."
Stanley grüßte Delise, eine junge Frau, die vor ihm angekommen
war. Nach
einem kurzen Gespräch ging er hinüber zu seinem Schreibtisch
und hörte den
Anrufbeantworter ab.
"Während ich dort stehe und den Anrufbeantworter abhöre,
schaue ich aus dem
Fenster zum nächsten Gebäude, dem ersten Turm des World Trade
Centers, und
ich sehe Feuer vom Dach herunterfallen", sagte Stanley. "Die
Außenwand des
ganzen Gebäudes bestand aus Glas und wenn man dort stand, konnte
man all
die Gebäude, Flugzeuge und alles, was in der gleichen Höhe fliegt,
sehen."
Als Stanley "Feuerbälle" herunterkommen sah, war seine
erste Reaktion der
Gedanke an seinen Chef, der in dem Gebäude arbeitete. Er entschied
sich ihn
anzurufen um herauszufinden ob er in Ordnung ist. "Ich wähle
seine Nummer
und bekomme keine Antwort. Also sage ich zu Delise: 'Los, raus hier.'"
Delise und Stanley gingen zum Aufzug und fuhren in den 78sten Stock.
Ein
paar andere Leute waren dort. Der Präsident der Firma, der Geschäftsführer,
der Leiter der Personalabteilung und zwei andere Herren kamen dazu und
alle
fuhren hinunter zu dem Stockwerk, von dem die Expressaufzüge nach
unten
gingen.
Wenn sie weitergegangen wären und das Gebäude verlassen hätten,
wären sie
alle verschont worden. Aber es kam anders.
"Als wir dort ankamen, stoppte uns das Sicherheitspersonal und sagte:
'Wo
geht ihr hin?'"
Stanley erzählte, dass er Feuer im ersten Turm gesehen habe. Nach
Stanley
sagte eine Wache:
"Oh, das war nur ein Unfall. Der zweite Turm ist sicher. Geht zurück
in eure
Büros."
Das stellte sich später als ein fataler Ratschlag heraus - außer
Stanley
überlebte aus dieser Gruppe nur noch Delise.
"Wir machten Witze, und ich sagte [dem Leiter der Personalabteilung]
Brian
Thompsen: 'Das ist eine gute Gelegenheit, sich für dieses Gebäude
einen
neun Standort zu suchen - es ist hier nicht mehr sicher.'" Stanley
ging
zurück zu seinem Büro, aber bevor er dort ankam sagte er Denise,
dass sie
nach
Hause gehen solle und sich dort von den Ereignissen des Tages erholen
solle.
Thompson ging in den 82. Stock, der Präsident und der Geschäftsführer
in den
79. Stock, und Stanley in den 81. Als Stanley in sein Büro kam, klingelte
sein Telefon. "Es war jemand aus Chicago, der anrief um herauszufinden,
ob
ich die Nachrichten sehe", sagte er. Er erzählte dem Anrufer,
dass alles
"in Ordnung war."
Aber nichts war in Ordnung - weit gefehlt. Als Stanley noch sprach, schaute
er nach oben und sah den American Airlines Flug 175 direkt auf ihn
zukommen.
"Alles, was ich sehen kann ist dieses große, graue Flugzeug
mit roten
Buchstaben auf dem Flügel und Schwanz, das auf mich zusteuert",
sagte
Stanley.
"Aber das geschieht wie in Zeitlupe. Das Flugzeug schien ungefähr
90 Meter
weit weg zu sein, als ich sagte: 'Herr, du übernimmst die Kontrolle,
ich
kann mir nicht selber helfen.'"
Dann duckte sich Stanley unter seinen Schreibtisch. "Meine Bibel
lag oben
auf dem Schreibtisch", erklärte Stanley. "Ich wusste ohne
jeden Zweifel,
dass Gott für mich sorgt, sobald ich dort bin." Als Stanley
sich unter dem
Tisch zusammenkauerte, riss das Flugzeug ein Loch in die Seite des Gebäudes
und explodierte.
Wie durch ein Wunder blieb Stanley unverletzt. Er konnte jedoch einen
brennenden Flügel des Flugzeugs in der Türöffnung seiner
Abteilung sehen. Er
wusste, dass er schnell aus seinem Büro und dem Gebäude herauskommen
musste.
Aber er war bis zu seinen Schultern in Schutt begraben. "Herr übernimm
du
die Kontrolle, das ist jetzt dein Problem", betete er. "Ich
weiß nicht, wo
ich diese Kraft herbekam, aber der Herr ist gut, Er gab meinem Körper
so
viel Kraft und Stärke, dass ich alles abschütteln konnte. Ich
fühlte mich
wie der stärkste Mann der Welt."
Die ganze Zeit bat Stanley den Herrn sein Leben zu verschonen. "Ich
bete und
ich weine: 'Herr, ich habe noch Dinge zu erledigen...,ich will meine
Familie sehen, Herr, hilf mir hier durch.'"
Stanleys Büro glich einem Schlachtfeld - Wände, die nur noch
staubige Haufen
waren, gewaltsam im Raum verstreute Büroausstattung, herumflackernde
Flammen und überall Schutt. "Alles, auf was ich versuche zu
klettern [um
herauszukommen] bricht zusammen und ich falle herunter. Ich bekomme Schnitte
und blaue Flecken, aber ich sage: "Herr, ich muss nach Hause zu meiner
Familie kommen, ich muss es schaffen, Du musst mir helfen.'"
Plötzlich sah Stanley das Licht einer Taschenlampe. Einen Moment
lang war er
verdutzt. "Wie hoch sind die Chancen, dass jemand eine Taschenlampe
in
dieses Stockwerk bringt?", dachte er. "Mein erster Gedanke aus
dem Bauch
heraus war: 'Das ist mein Schutzengel - mein Herr hat jemanden gesandt,
der
mich rettet!'"
Stanley fing an zu schreien: "Ich sehe das Licht, ich sehe das Licht!"
Aber
nach dem er sich einen Weg durch den Schutt gegraben hatte, bemerkte er,
dass er nicht heraus konnte - alle Ausgänge waren blockiert und sein
"Schutzengel" konnte nicht zu ihm - eine Wand war zwischen ihm
und dem
Treppenhaus. "Er kann nicht zu mir und ich kann nicht zu ihm und
zu der Zeit
konnte ich nicht mehr atmen", sagte Stanley. "Ich weiß
nicht ob es
Schwefel oder etwas anderes ist [brennender Flugtreibstoff vielleicht],
aber
ich kann es riechen. Ich fiel auf meine Knie und sagte: "Herr, Du
musst
mir helfen. Du hast mich so weit gebracht, hilf mir zu dem Treppenhaus
zu
gelangen."
Aber dann tat Stanley etwas überraschendes. Während er auf
Knien betete,
rief Stanley dem Mann hinter der Wand zu: "Eines habe ich erfahren,
kennst
du
Jesus?" Der Mann antwortete, er gehe jeden Sonntag zur Kirche. Dann
beteten
sie gemeinsam darum, dass Gott es ihnen ermöglicht durch die Wand
zu
brechen.
"Ich stand auf und ich fühlte eine Kraft auf mich kommen",
sagte Stanley.
"Ich bekam eine Gänsehaut und am ganzen Körper und ich
zittere, und ich
sagte zu der Wand: "Du wirst mich und meinen Herrn nicht aufhalten.'"
Augenblicke später schlug er sich einen Weg durch die Wand und mit
der Hilfe
des
Mannes auf der anderen Seite gelang es ihm sich durch das Loch in der
Wand
zu winden. "Der Kerl hielt mich und umarmte mich und gab mir einen
Kuss
und sagte: 'von heute an bist du lebenslang mein Bruder.'"
Aber die Gefahr war noch nicht vorüber. Der Mann auf der anderen
Seite, der
sich selbst als Brian vorstellte, war ein älterer Herr und sie mussten
immer noch 81 Stockwerke hinunterlaufen, während das Gebäude
brannte und,
ohne dass sie das wussten, einzustürzen drohte. "Wir humpelten
hinunter und
in jedem Stockwerk schauten wir, ob noch irgendjemand da ist, aber es
war
keiner mehr da..., aber ein Mann lag auf dem Boden und sein Rücken
war weg
und er lag in einer Blutlache."
Stanley fragte, ob er den Mann hinaustragen dürfe, aber eine Wache
sagte, es
sei besser jemanden heraufzuschicken. Als sie endlich unten ankamen, waren
dort nur Feuerwehrleute. "Sie sagten: 'Lauft! Lauft! Lauft!', sie
sagten
wir sollen hinausrennen, aber sie waren nicht um sich selbst bekümmert",
sagte er.
Stanley und Brian wären gerne aus dem Gebäude herausgerannt,
aber nun waren
sie von Feuer umgeben. Nachdem sie sich unter dem Sprinklersystem des
Gebäudes nass gemacht hatten, hielten sie sich die Hände und
rannten durch
die Flammen zur Trinity Church, die ungefähr zwei Blocks weit weg
war. "Ich
wollte zu der Kirche gehen um Gott zu danken", erklärte Stanley.
"Sobald
ich das Tor dieser Kirche in der Hand hielt, stürzte das Gebäude
[der
zweite Turm des World Trade Centers] ein."
Stanley und Brian kamen von dort sicher aus der Gefahrenzone. Bevor sie
sich
trennten, gab Stanley Brian seine Visitenkarte in der Hoffnung eines
Kontaktes später und sagte: "Wenn ich dich nicht mehr wiedersehe,
werde ich
dich im Himmel sehen."
Verletzt und blutig, mit zerfetzter Kleidung und einem geliehenen Hemd
schaffte es Stanley Stunden später nach Hause zu kommen, zu seiner
Frau
Jennifer und seinen Kindern Stephanie (8 Jahre) und Caitlin (4 Jahre).
"Ich
hielt meine Frau und meine zwei Kinder und wir weinten", sagte Stanley.
Nachdem er Gott für das Verschonen seines Lebens gedankt hatten,
sagte
Stanley Gott, dass was auch immer er tun wird, es wird immer zu Seiner
Ehre
sein. "Mir tut alles weh, aber in jedem wachen Moment sage ich: 'Herr,
hättest du nicht die Kontrolle gehabt, hätte ich es nicht geschafft.'"
"Ich weiß ohne jeden Zweifel, dass Gott aus irgendeinem göttlichen
Grund das
Flugzeug ein Bruchteil von dem Platz, wo ich stand, weggedreht hat",
sagte Stanley. "Denn als es mit dem Gebäude zusammenstieß
war es nur 6 Meter
von mir entfernt. Es ist mir egal, ob man das mit dem Verstand erklären
kann - was Leute jetzt oder in ein paar Jahren sagen, aber ich weiß,
es war
das Werk des Herrn, dass das Flugzeug gedreht wurde. Mein Herr Jesus ist
größer als das World Trade Center und Sein Finger kann ein
Flugzeug zur
Seite schieben!"
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