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Vision
Wo keine Offenbarung ist, wird das Volk
und wüst; aber wohl dem, der auf die Weisung achtet! (Sprüche
29, 18)
( Da dieser Text recht lang ist, könnt ihr ihn auch als Word-Dokument
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Ein junger Mann namens Graf Ludwig Nikolaus von Zinzendorf im deutschen
Herrenhut bei Dresden hatte Flüchtlinge bei sich aufgenommen.
Nach 5 Jahren kam es zu großen Spannungen und Diskussionen,
bis der Graf genug hatte. Am 13.8.1727 versammelte er alle in der
dortigen Kirche, um einander um Vergebung zu bitten, Abendmahl zu
feiern und miteinander zu beten. Dieses Gebet der 48 Männer
und Frauen ging rund um die Uhr weiter - und dauerte 100 Jahre lang
an; es hat vermutlich die Christenheit mehr geprägt als irgendein
anderes Ereignis der neueren Kirchengeschichte.
Dasselbe geschieht heute wieder. Unter den vielen, neueren Gebetsbewegungen
in aller Welt ist eine ganz besonders dabei, junge Leute fürs
Gebet zu begeistern. Im Februar 2000 begann ein junger Mann namens
Pete Greig (31) aus Chichester / England eine simple Gebetsbewegung,
die junge Leute aus aller Welt in einer 5 Minutenansage auf einer
Konferenz in Southhampton aufforderte, wenigstens eine Woche lang
24 Stunden am Tag zu beten. Seit dieser Zeit ist diese Bewegung
buchstäblich explodiert, und Tausende von jungen Christen aus
einer ständig wachsenden Zahl von Ländern beten rund um
die Uhr. Dort beten sie in Gebetsräumen, malen ihre Gebete
in Graffiti, trommeln und stampfen, weinen und lachen, um das Herz
Gottes für ihre Generation zu berühren.
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Ihr Ziel: "turning the tide in youth culture", eine geistliche
Wende in der jungen Generation. Um einen Geschmack des Herzschlags dieser
neuen Bewegung zugeben veröffentlichen wir eine geschriebene Vision,
die in einer dieser Gebetsnächte entstanden ist.
"THE VISION"
Da kommt doch dieser Typ zu mir und fragt: "Was ist die Vision?
Worum soll es gehen?"
Ich mache meinen Mund auf, und höre folgende Worte:
Die Vision?
Die Vision ist JESUS - der gefährliche, unverwechselbare Jesus. Der
Jesus, der dich total in Beschlag nimmt. Die Vision ist eine Armee von
jungen Leuten. Du siehst Totengebeine? Ich sehe eine Armee. Und sie sind
FREI vom Materialismus. Sie lachen über die kleinen 9 - 5 Uhr - Gefängnisse.
Sie können Kaviar am Montag essen und Brotrinde am Dienstag. Sie
würden noch nicht mal den Unterschied merken. Sie sind mobil wie
der Wind und gehören den Nationen. Sie brauchen keinen Pass. Die
Leute schreiben ihre Adressen nur noch mit dem Bleistift auf und fragen
sich, was für merkwürdige Typen sind das bloß. Sie sind
frei, und doch Sklaven der Verwundeten, Dreckigen, Sterbenden.
Was ist die Vision?
Die Vision ist Heiligkeit, Heiligkeit, die den Augen weh tut. Sie bringt
Kinder zum Lachen und ärgert die Erwachsenen. Es geht um Leute, die
das Spiel aufgegeben haben nach außen hin eine weiße Weste
zu haben um Eindruck zu schinden, um Leute die nach den Sternen greifen.
Für sie ist das Gute nicht gut genug, sie strecken sich nur nach
dem Besten aus. Geradezu gefährlich reine Leute.
Sie brauchen ihre geheimen Motive nicht zu verstecken, und auch nicht
ihre privaten Gespräche. Es sind Leute, die andere von ihren selbstmörderischen
Abenteuern weglieben, weg von ihren satanischen Spielen. Es geht um eine
Armee, die ihr Leben für die große Sache lassen wird. Eine
Million mal pro Tag sind ihre Soldaten bereit, eine Niederlage einzustecken,
um eines großen Tages den entscheidenden Sieg zu erringen und zu
hören: "Gut gemacht, ihr treuen Söhne und Töchter".
Diese Helden sind am Montagmorgen genauso radikal wie am Sonntagabend.
Sie haben es nicht nötig, sich einen großen Namen zu machen,
ihre eigene Ehre zu suchen. Darüber können sie nur müde
lächen. Es geht nicht um einzelne Stars, sondern um die große
Masse, die immer wieder denselben Kriegsschrei auf den Lippen hat: "Vorwärts,
COME ON!"
Und sie sind diszipliniert. Jünger, junge Leute, die ihren Körper
zum Gehorsam zwingen. Jeder Soldat bereit, für seinen Kriegskamaraden
eine Kugel abzufangen. Das Tattoo auf ihrem Rücken sagt: "Christus
ist mein Leben, Sterben ist mein Gewinn." Opferbereitschaft lässt
das Feuer des Sieges in ihren Augen brennen. Sie schauen nicht nach unten,
sondern nach oben. Sieger, Märtyrer. Wer kann sie aufhalten? Können
Hormone sie zurückhalten? Können Niederlagen sie entmutigen?
Kann Furcht ihnen Angst einjagen, kann der Tod sie umbringen?
Und wie sie beten!
Wie Sterbende mit einem Stöhnen, das keine Worte findet, mit Kriegsschreien,
salzigen Tränen und mit lautem Lachen! Sie sind bereit, jeden Preis
zu bezahlen um das Ziel zu erreichen. Sie brechen die Regeln. Sie kommen
heraus aus der Mittelmäßigkeit ihres kleinen, gemütlichen
Verstecks. Sie geben ihre Rechte auf, ihre ach so geliebten kleinen Fehler,
sie lachen über Etiketten, geben selbst scheinbar Unaufgebbares auf.
Die Werbebranche kann sie nicht beeinflussen, Hollywood kann sie nicht
faszinieren. Selbst Gruppendruck hat keine Kraft, ihre einmal gefällten
Entscheidungen in Mitternachtsparties zu verleugnen, bevor der Hahn kräht.
Sie sind unglaublich cool und innerlich gefährlich attraktiv. Und
äußerlich? Das kümmert sie kaum. Ihre Kleidung ist eine
Botschaft, sie tragen sie um zu feiern, nicht, um sich zu verstecken.
Würden sie ihr Image oder ihre Beliebtheit aufgeben? Sie sind bereit,
selbst ihr eigenes Leben niederzulegen, mit den Todeskandidaten - schuldig
wie die Hölle selbst - den Platz zu tauschen. Den elektrischen Stuhl
statt eines Thrones.
Mit Blut, Schweiß und Tränen, in vielen schlaflosen Nächten
und an fruchtlosen Tagen beten sie, als ob alles von Gott abhängt,
und sie leben, als ob alles von ihnen abhängt. Ihr genetischer Code
ist JESUS. Er atmet aus - sie atmen's ein. Bei ihnen singt selbst das
Unterbewusstsein. Sie hatten eine Bluttransfusion von Jesus. Ihre Worte
bringen die Dämonen in den Einkaufszentren zum Schreien. Hörst
du diese Armee kommen?
Blast die Posaune für die Verrückten! Ruft sie zusammen, die
Verlierer und Freaks. Hier kommen sie, die Ängstlichen und Abgelehnten
mit Feuer in ihren Augen. Sie laufen aufrecht, und die Bäume klatschen
Beifall, die Hochhäuser verbeugen sich, die Berge erscheinen klein,
verglichen mit diesen Kindern einer anderen Dimension. Ihre Gebete mobilisieren
den Himmel und wecken den alten Traum von Eden wieder auf.
Und diese Vision wird wahr werden, sie wird erfüllt werden. Sie wird
mit Leichtigkeit geschehen, und zwar bald.
Woher weiß ich das?
Weil es das Sehnen der ganzen Schöpfung ist, das Stöhnen des
Geistes, der Urtraum Gottes. Mein Morgen ist sein Heute. Meine kleine
Hoffnung ist Teil seiner unendlichen Schöpfung. Und mein winziges,
geflüstertes, glaubensloses Gebet bekommt ein donnerndes und entschlossenes
AMEN, das Mark und Bein erschüttert, aus dem Mund zahlloser Engel,
von den Helden des Glaubens, und von Jesus selbst, IHM, dem Träumer
des ersten Traums, dem letzten Sieger.
Garantiert!
Quelle: Pete Greig. www.24-7prayer.com
( Übernommen aus dem DAWN FREITAGS-FAX vom 29.05.00 )
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