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Notruf 112
Es ist Nacht. Regenfahnen ziehen durch das Licht der Scheinwerfer, klatschen
an die Frontscheibe deines Autos, machen die Fahrt zum Suchspiel. Die
Scheibenwischer radieren über das Glas, können aber die Wassermenge
nicht bewältigen. Angestrengt starrst du auf den schwarzen Asphalt,
um dich an der Mittellinie zu orientieren. Die Scheinwerfer der entgegenkommenden
Autos blenden dich.....
Das war knapp! Du konntest gerade noch das Steuer nach rechts ziehen.
Sonst hättest du den entgegenkommenden LKW gestreift. Du spürst,
wie dein Adrenalinspiegel steigt. Die Knöchel deiner Hände treten
deutlich hervor. Deine Armmuskeln sind hart vor Anspannung. Ein schwarzer
BMW zieht an dir vorbei. Gischt überzieht die Frontscheibe, versperrt
dir die Sicht. Asphalt und Mittellinie sind verschwunden. Du trittst hart
auf die Bremse. Dann geht alles sehr schnell. Das Heck deines Wagens bricht
aus. Gegenlenken. Das Auto schleudert auf die linke Straßenseite.
Die Vorderreifen werden im morastigen Seitenstreifen brutal abgebremst.
Das Auto wirbelt herum, kippt zur Seite und pflügt durch einen Wiesenstreifen
den Abhang hinunter. Dann ein dumpfer Aufprall. Glas splittert. Blech
kreischt. Totenstille
Das erste was du bemerkst, ist ein dumpfer Schmerz in deiner Brust. Das
Lenkrad preßt dich gegen die Rückenlehne deines Sitzes. Etwas
warmes läuft über deine Stirn, tropft dir in die Augen. BLUT!
du versuchst die rechte Hand zu heben, um es abzuwischen. Aber sie gehorcht
dir nicht. Du schreist nach Hilfe. Aber deine Stimmbänder versagen
den Dienst. Nur ein heiseres Krächzen steigt aus deiner Kehle, und
du bezweifelst, daß man es außerhalb der Blechtrümmer
hören kann.
Immer deutlicher wird dir bewußt, wie ernst deine Lage ist. Ein
Baum hat deinen Wagen in einen Schrotthaufen verwandelt. Blech und Plastikteile
klemmen dich ein. Du kannst dich nicht selbst befreien. Die Schmerzen
lassen dich fast wahnsinnig werden. Wenn doch bald Hilfe käme! Aber
niemand scheint deinen Unfall bemerkt zu haben. Du wirst schwächer.
Blutverlust und Kälte beginnen dir die Sinne zu rauben. "Schlaf
nicht ein!" Deine eigene Stimme erschreckt dich. Mit aller Willenskraft
versuchst du die Augen offen zu halten.
Plötzlich bist du hellwach. Brandgeruch erfüllt die Luft! Panik
ergreift dich. Nur nicht am lebendigen Leib verbrennen! Mit aller Kraft
drückst du gegen die verbeulte Tür. Aber nichts rührt sich.
Du bist gefangen. Flammen züngeln über die Motorhaube, greifen
um sich, lecken gierig durch die zerborstene Frontscheibe. Du spürst
ihre Hitze. Der Rauch macht dich benommen. Du betest, daß es schnell
gehen möge. Nur nicht lange leiden!
Da, es klopft an die Fahrertür! Du wendest den Kopf. Ein Mann lächelt
dir zu, ein Rettungssanitäter, etwa dreißig Jahre alt. Wie
im Nebel hörst du ihn rufen: "Gib nicht auf! Ich hole dich hier
raus. Halte durch!"
Du hörst das Kreischen der Blechschere. Die Tür öffnet
sich. Der Rettungssanitäter beugt sich über dich, versucht dich
aus dem Wrack zu ziehen. Doch das Lenkrad hält dich fest. Er durchtrennt
es mit der Blechschere. Dann hebt er dich vorsichtig vom Sitz. Keinen
Augenblick zu früh. Schon züngeln Flammen über Amaturenbrett
und Polster. Der Mann versucht dich aus der Gefahrenzone zu tragen. Zu
spät! Eine gewaltige Explosion erfüllt die Luft. Feuer steigt
zum Himmel. Dann wird dir schwarz vor Augen. im Krankenhaus kommst du
zu dir. Ärzte und Krankenschwestern stehen um dein Bett herum. Jemand
drückt dir die Hand: "Herzlichen Glückwunsch! Du hast heute
deine zweiten Geburtstag." Du spürst, wie Freude in die emporsteigt.
Das Leben hat dich wieder. Dieses Gefühl wirst du nicht mehr vergessen.
Deine Augen strahlen. Du schaust in die Runde... "wo ist der Sanitäter,
der mir das leben gerettet hat?" möchtest du wissen. Plötzlich
haben alle betretene Gesichter. Ihre Fröhlichkeit ist aus den Augen
verschwunden. Langsam dämmert dir die schreckliche Gewissheit. "ist
er....?" weiter kommst du nicht. Deine stimme versagt. Der Arzt an
deinem Bett nickt stumm. Dann rafft er sich doch zu einer Erklärung
auf: "die Explosion des Benzintanks hat ihn getötet. Aber er
hat dich mit seinem Körper geschützt." Die Nachricht trifft
dich wie ein Schlag ins Gesicht. Du sinkst in die Kissen zurück.
Jemand hat dich gerettet, hat sein Leben dabei aufs Spiel gesetzt, um
dich aus dem brennenden Wrack zu ziehen. Und er hat teuer dafür bezahlt!
Du warst für ihn so wertvoll wie sein eigenes leben. Ob du das jemals
verstehen kannst?
Diese Geschichte ist wahr. Warum? Weil du tatsächlich verunglückt
bist. Wie alle Menschen! Jeder von uns ist von der Straße des Lebens
abgekommen und in eine Schlucht gestürzt. Diese Schlucht heisst Schuld.
Kein Seitenaufprallschutz, keine Airbag kann uns vor dem Tod bewahren,
wenn wir nicht aus den Trümmern befreit werden, die uns die Luft
abdrücken. Keiner der vielen Religionsstifter oder Weltverbesserer
kann uns helfen. Egal ob sie Buddha, Krishna oder Mohammed heißen.
Ob sie sich Guru, Heiliger Vater oder Meister nennen. Ob sie Propheten,
Magier oder Priester sind. Sie alle teilen mit uns das gleiche Schicksal.
Auch sie sind in die Schlucht der Schuld gestürzt. Die Trümmer
ihrer bösen Gedanken, Taten und Gefühle bringen ihnen selbst
den Tod. Wie jedem Menschen. Sie sind nicht besser dran wie andere. Auch
wenn sie es nicht wahrhaben wollen. - auf ihre Hilfe brauchen wir nicht
länger zu warten.
Doch unser Notruf ist erhört worden. Jesus, der Sohn Gottes, hat
sich auf den Weg gemacht, um uns zu retten. Er hat sich zu uns abgeseilt,
um uns aus den Trümmern zu bergen. Mehr noch, er hat diese Rettungsaktion
mit seinem Leben bezahlt. Jesus hat am Kreuz für deine und meine
Schuld gebüßt. Er hat alle seelischen Belastungen ertragen,
unter denen die Menschen wegen ihrer Sünden leiden. Die körperlichen
und seelischen Schmerzen, die Jesus ertrug, würdest du keinem anderen
wünschen. Nicht einmal deinem ärgsten Feind. Warum hat Jesus
das getan? Weil er uns liebt. Dich und mich. Wer sich freiwillig für
andere opfert, muss sie einfach lieben. Mehr lieben als das eigene Leben.
Glücklicherweise hat Gott Jesus wieder von den Toten auferstehen
lassen. Damit gibt er uns die Zusage, dass wir nicht nur von unserer Schuld
befreit werden. Er wird uns auch ewiges Leben schenken. Ein Leben ohne
Ende. Und ohne Leid. Darüber müssen wir noch einmal nachdenken.
"Was muss ich tun, um gerettet zu werden?", fragte einmal ein
Mann, als sein Leben nur noch ein Schrotthaufen war. Die Antwort lautete:
"Glaube an den Herrn Jesus."(Apostelgesch. 16, 31). Mit anderen
Worten: Vertraue ihm, dass er dich retten kann. Ohne dieses Vertrauen
läuft nix. Du musst Jesus ranlassen. Wenn er dich nicht anfassen
darf, kann er dir nicht helfen. Du musst ihm dein Leben anvertrauen!
Seltsam, dass dies vielen Verunglückten so schwer fällt. Jeden
anderen bitten sie um Hilfe, selbst wenn derjenige auch verunglückt
ist. Nur Jesus nicht. Manche wollen lieber sterben, als sich von Jesus
retten zu lassen! Warum nur? Leben ist doch das Wichtigste überhaupt!
Ohne Leben geht nichts: keine Liebe, keine Versöhnung, kein Frieden,
keine Hoffnung. Warum dann den Tod vorziehen? Das Lied vom Tod klingt
jeden Tag durch die Straßen der Städte. Stimm nicht mit ein.
Lass dich von Jesus retten!
Es gibt viele Notrufsäulen am Straßenrand des Lebens. Moderne,
altmodische, bunte, verrostete. Nicht jede bringt wirklich Hilfe. Hinter
manchen Rettungsunternehmen verstecken sich Geschäftemacher, die
aus dem Leid ihrer Mitmenschen noch Kapital schlagen wollen. Vielleicht
kennst du solche kostspieligen Rettungsangebote... manche versprechen
durch ihre äußere Erscheinung oder ihre beeindruckenden Häuser
wirksame Hilfe. In Wirklichkeit sind sie unfähig oder haben keine
Ahnung. Ich möchte dir deshalb eine Notruf-Nummer empfehlen, auf
die du dich verlassen kannst: 5015 Diese Telefonnummer kennst du nicht?
Dann schlage einmal in einer Lutherbibel Psalm 50, 15 auf. Dort steht
ein Wort, auf das du dich verlassen kannst: " rufe mich an in der
not, so will ich dich erretten..." In Johannes 3, 16 sagt Jesus,
dass kein verunglückter sterben müßte. Jeder der ihm vertraut,
der ihm glaubt, wird gerettet und erhält das ewige Leben. Ausnahmslos!
Warum eingequetscht von Schuld und Sünde sterben? Wenn doch die Rettung
so einfach ist: Gott anrufen. Ihn um Rettung bitten. Und schon zieht dich
Jesus aus den Trümmern. Du kannst wieder aufatmen, das Leben neu
beginnen!
Geh in ein Zimmer, wo dich niemand stört. Sprich mit Jesus, wie mit
einem Freund. Sag ihm, was dich bedrückt. Es wird dir wahrscheinlich
nicht leicht fallen. Aber Schuldgefühle, die man verdrängt,
machen krank. Sprich deshalb offen aus, was du falsch gemacht hast. Und
bitte ihn um Vergebung deiner Schuld. Danke ihm, dass er dich liebt und
dich gerettet hat. Dann wirst du erleben, wie Jesus dich von deiner Schuld
befreit. Am bessten du wählst gleich die Nummer 5 0 1 5...
(Tour of Life)
Verfasser unbekannt
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